»Ach, wäre ich nur fähig, eine Maschine zu entwerfen, die all das hervorbringen könnte, was auch der menschliche Verstand vermag, und würde ich diese Maschine riesig vergrößern, damit ich hineingehen könnte wie in eine Mühle --- «

»Um Gottes willen, Don Quixote, sagtet Ihr, die Maschine würde so groß wie eine Mühle?«

 

 

Die Erzählungen sind Versuchsfelder collagierter Problemstellungen für individuelle und gesellschaftlichen Widersprüchlichkeiten. Sie sind die denkerische Arbeit an der metaphorische Entschlüsselung der surreal anmutenden Geschichten auf der Suche nach einer allgemeinen Metapher.


Anne Storch sensibilisiert für das, was Menschen Grund zum Pilgern gab und was sie – diese Menschen – an Resonanzerfahrungen an heiligen Orten und geweihten Bauten gemacht haben. Die Bauten selbst, ihr materielles Substrat: Mörtel, Mergelstaub, porös gewordene Sarkophage und ungeheuerliche Verzierungen, sind Speichermedium und semiotischer Fundus in einem für ein linguistisch-zeichentheoretisches Studium, das vergangenen kommunikativen Praktiken nachspürt. Es ist ein spannendes Plädoyer für eine Wissenschaft, die nicht nur an den Strukturen der Sprache interessiert ist: Genus, Kasus oder das übliche Numerus.

 

Die Elemente spielen eine Rolle: Erde, Wind, Wasser und Feuer. Die Bilder sind von ihnen gemalt. Mal luftig, dann erdfarben, das Wasser peitscht das Schiff, die Feuer machen aus den Palästen Abbilder der Unterwelt.

 

Ari Aster hat einen nachhallenden Film geschaffen, ein Meisterwerk der Figurenzeichnung und Weltbetrachtung, einen Western, von dem man vielleicht behaupten kann und muss, dass er nun tatsächlich den Schlusspunkt für dieses Genre setzt.

 

Fünf Treppen hoch, gleich unterm Dach, wohnte Metin Zoltan. Die Zimmer waren zugig. Die Türen schlossen nicht richtig. Und in die Fenster waren Zeitungen gestopft. Die späte Morgensonne zeigte ein überbelichtetes Staubbild, in doppeltes Glas gefasst. Die Farbe am Rahmen blätterte ab. Das nackte Holz blendete die Augen. Durch das Schlafzimmerfenster konnte Metin die junge Frau sehen.

 

Der eigentliche Witz des Albums liegt darin, dass es trotz seiner anspielungsreichen Stil-Mutationen nie nach Bildungsbürger klingt. DAS LECK tragen ihre Referenzen nicht wie Orden vor sich her. Eher wie Einkaufszettel, die versehentlich in der Jackentasche geblieben sind. Wenn „Wenn Quanten tanzen und der Bembel weint“ auf derselben Platte existiert wie „Tempelzorn“, dann nicht, weil hier jemand besonders clever wirken möchte, sondern weil die Band offenbar keinen Grund sieht, zwischen Philosophiestammtisch, Dorffest und Endzeitvision zu unterscheiden.

 

Die meisten Anträge gingen montags ein. 

Warum das so war, wusste niemand genau. Vielleicht lag es daran, dass viele Menschen erst am Wochenende bemerkten, wie erschöpft sie voneinander geworden waren. Vielleicht wirkte der Montag einfach geeigneter für endgültige Entscheidungen. 

Ich arbeitete damals seit fast acht Jahren im Sachgebiet 4 – Geordnetes Verschwinden. 

 

Leise ist dieser Film, lauwarm, ein langes träges Rinnsal, dem wir verträumt folgen. Die Farben sind ausgeblasst, als wäre das Filmmaterial einmal zu oft gewaschen worden.