Rabenhügel ((ag) 1. 4. 2020)

Textem veröffentlicht zurzeit täglich Notizen und Korrespondenzen aus aller Welt.

»I am highly adapted to this state of emergency. In a situation in which normal people freak out, I am the freak who stays calm. In a weird Darwinian twist, I have been catapulted to the pole position of attractiveness. I’m a luscious island in full bloom (courtesy of my jungle-print bathrobe). Just call me Eden.«

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Kultur & Gespenster Nr. 20 »Unter dem Radar«
RISS Zeitschrift für Psychoanalyse »Trans«
Dagrun Hintze: »Wer was in welcher Nacht träumte«

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Neue Rezensionen und Texte

  

 

Was ist von politischen Vertretern zu halten, die sich empören oder gar vertrottelt darüber wundern, dass sich in einer krisenhaften Situation plötzlich auch egoistische Verhaltensweisen zeigen, dass sich auch berechnendes, auf Gewinnmaximierung abzielendes Marktverhalten bahnbricht? Es ist ein Egoismus, der tagtäglich systemisch gefördert wird, ein Egoismus der kapitalistischen Subjektivität, der trainiert, kultiviert und gelebt wird. Das Virus: ein großes Schauspiel des kritischen Denkens und der frömmelnden Moral.

 

Die Krankheit als Super-GAU. Feuer in der Schaltzentrale. Materialversagen. Menschliches Versagen. Aber ist die Krankheit der Super-GAU oder ist es das Leben?

 

 

Die Bewegungen dieses Langgedichts mithin sind das große originelle Rätsel des Texts. Sie sind verwirrend, abrupt, para-logisch und fast durchgehend irritierend, besonders wenn sie wiederum genau das Gegenteil machen und statt woanders hinzuspringen, in ein Detail gehen, es ausformulieren, wo es vielleicht gar nicht nötig wäre. So bewahren sich die Verse vor allem eins: ihre Eigenwilligkeit, fast will man sagen Schrulligkeit.

 

Eine entspannte Welt aus gedeckten Farben, in der sich der Protagonist irgendwie zu Hause, auf jeden Fall nicht unglücklich fühlt. Ein selbstzufriedener Mann, den nichts drängt. Und dessen Selbstbegeisterung sich auf die Beziehung zu Dingen seiner unmittelbaren Umgebung richtet.

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