Sie betreten eine Zone hoher Ansteckungsgefahr! Mexico City ((mr) 29. 5. 2020)

 

Textem veröffentlicht zurzeit täglich Notizen und Korrespondenzen aus aller Welt

2. 6. 2020

Homeoffice gedeiht überall, wo WLAN ist. Im Grunde ist es genügsamer als jedes Virus. Das wird unser Verhalten noch beeinflussen. Was brauchen wir denn, was Hamburg kann, Fischland-Darß aber nicht? Infrastruktur. Ein paar Läden in der Nähe, Krankenhaus und Schwimmbad, so was. Vieles lässt sich auch in den Harz liefern oder in die Uckermark. Manche denken sicher schon über ein Wohnmobil nach. Less citys, more moving people, schallt es aus den 80ern herüber.

Lesen im Blog ->

Christian Huck: Digitalschatten. Das Netz und die Dinge
Frank Schäfer: Rebellion
Kilian Jörg: Backlash. Essays zur Resilienz der Moderne

TEXTEM VERLAG   Literatur   Kunst/Theorie   Stimmungs-Atlas   Kultur & Gespenster (Zeitschrift)                                             RISS - Zeitschrift für Psychoanalyse

 

 

 

Neue Rezensionen und Texte

  


Mit manchen Argumenten begeben sich die Gegner der hiesigen Coronapolitik in die Nähe zu extremen Rechten, Verschwörungsgläubigen und dubiosen Interessengruppen, was nicht einfach ungustiös, sondern leichtfertig ist. So ist es in keiner Weise richtig zu behaupten, es dürfe „bei uns“ nicht über Werte, Maßnahmen und Ziele diskutiert werden. Das neue Synonym für Zensur heißt dabei „Shitstorm“.

 


Was sollen wir von dem aktuellen Gutachten der Leopoldina halten? Aus gesellschaftswissenschaftlicher und politischer Sicht kann man diese Frage ganz einfach beantworten: gar nichts. Die Zusammensetzung des Gremiums bildet in keiner Weise auch nur einen Bruchteil des wissenschaftlichen Meinungsspektrums in den Feldern der Soziologie, der Wirtschaftswissenschaft, der Bildungsforschung und so weiter ab.

 

Unfortunately, after some days of being in a not-self-chosen quarantine, I had to realize that my expectation did not work out. The current situation had put a new kind of numb-ness on me, something between blunt and paralyzed, a lethargic way of not finding my own thoughts any relevant – or even have some.

 

 

Was ist von politischen Vertretern zu halten, die sich empören oder gar vertrottelt darüber wundern, dass sich in einer krisenhaften Situation plötzlich auch egoistische Verhaltensweisen zeigen, dass sich auch berechnendes, auf Gewinnmaximierung abzielendes Marktverhalten bahnbricht? Es ist ein Egoismus, der tagtäglich systemisch gefördert wird, ein Egoismus der kapitalistischen Subjektivität, der trainiert, kultiviert und gelebt wird. Das Virus: ein großes Schauspiel des kritischen Denkens und der frömmelnden Moral.

TEXTEM VERLAG   Literatur   Kunst/Theorie   Stimmungs-Atlas   Kultur & Gespenster                                       RISS - Zeitschrift für Psychoanalyse