Kultur & Gespenster: MEDIENZEIT – COMPUTERSPIELE
Lara Huber: N – Normal
Christian Bernhardt: Jana Jana Jana

Neue Rezensionen und Texte

  

 

Michael DeForge steht für eine moderne, westlich geprägte Kleinstadt-Einsamkeit, stilbewusste Selbstbespiegelung sowie multitude Versprechen, „alles aus sich machen zu können“, die aber, darwinistisch betrachtet, gar keine sind; zumal seine genetischen Neuorientierungen oft am Rande einer Apokalypse, beim Rückzug in die Natur oder auf dem Weg zu Selbstfindung stattfinden.

 

Gegenüber gut gemeintem Polit-Pop-Kunst-Kitsch kann die Ausstellung als gelungenes Beispiel dienen, denn sie bildet das Porträt einer Generation von Künstlern und Künstlerinnen, die eindringlich von Krisen und Konflikten erzählen.

 

En passant hat Gerhard Falkner nach Apollokalypse schon den nächsten Roman rausgehauen. So liest er sich jedenfalls. Flott, aber oberflächlich. Wenig deutet darauf hin, dass dort Mühe oder gar Respekt für die „Arbeit am Roman“ geleistet worden ist. Die Story ist beiläufig und gegen Ende ein pathetischer Kurzschluss. Bei Letzerem scheint allerdings beinahe durch, dass hier vielleicht sogar eine Persiflage vorliegt, (o. k., Mystery, die Fäden müssen mindestens dem Anschein nach vernäht sein. Let’s go).

 

 

 

Dörflich-Ländliches im Bus oder vom Beifahrersitz aus gesehen und schon vorbei. Ein Abdrücken und Bilanzziehen, jedes Gedicht könnte das letzte sein. So wirkt es. Dabei merkt man Kochs existenziellen Wortstrichen ihr Drängen an. Sie stehen da, sie sind so, zusammengehalten von verblüffenden, cleveren wie zugleich bitteren Sprachbildern, die beredt und ziemlich treffend den jeweiligen Moment auf den Punkt bringen. Tatsächlich eine fotoartige Technik.