Neue Rezensionen und Texte

  

 

Nach dem vergriffenen Katalog der "a_schau" im Architekturzentrum Wien über die österreichische Architektur im 20./21. Jahrhundert muss nicht länger gesucht werden. Park Books hat ihn nicht nur neu herausgegeben, sondern auch um bedeutende Teile erweitert, aktualisiert und über die bloße Listung der Exponate der Ausstellung hinaus zu einem für sich allein stehenden Kompendium gemacht. Die Herausgeber selbst bezeichnen es als "Standardwerk", und das ist angesichts der Fülle an Projekten auch die richtige Kategorie.

 

 

 

Der Pianist und Musikschriftsteller Tomas Bächli macht den ehrenwerten Versuch, den Musiker Satie nicht nur in verschiedenen Gesprächen etwa mit Kollegen aus dem Musikbereich vorzustellen, sondern ihn auch mittels musikalischer Analysen und Werkbetrachtungen als Komponisten begreifbar zu machen. Der Verlag hat dazu löblicherweise mit dem Autor eine Plattform im Internet bereitgestellt. Für den bloßen Genießer braucht es das nicht. Der lässt sich vielleicht eher von der folgenden Selbstauskunft des Komponisten beeindrucken: In einem Brief an seine einzige beglaubigte Geliebte, Suzanne Valladon, heißt es: "Für mich gibt es nur die eiskalte Einsamkeit, die meinen Kopf mit Leere und mein Herz mit großer Trauer füllt."

 

 

Kleinfamilie unter Druck. Genauer: die amerikanische White Anglo-Saxon Protestant, kurz WASP genannte Mittelschichtfamilie. Also jene, die sich als die zuverlässige Keimzelle der modernen Gesellschaft darzustellen weiß. Für deren Erhalt läuft die Propagandamaschine der Massenmedien, offen und versteckt, auf Hochtouren. Eine Maschine, zu der auch der Comic zählt. Erfolgsserien wie die Bundys, Simpsons oder Breaking Bad zeigen, welcher Druck auf ihnen lastet.  

                                                                                                                                                                 

Kultur & Gespenster: Ding Ding Ding
Florian Hadler: Geheimnis
Werner Büttner: Düngeschlacht