Neue Rezensionen und Texte

  

 

Erst wenn wir alle Teile zusammendenken, Manzinis Literarisierung seines Lebens, das Verhör-Setting, Rückblenden und Funny-Strip-Einschübe, nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Dabei dürfen wir unsere mitleidige Komplizenschaft nach 3 Jahren, 800 Seiten und ca. 100 Euro Investition sowie den Glauben, dem Phänomen Manzini etwas näher gekommen zu sein, nicht vernachlässigen. 

 

 

Der Sammelband „Lernen mit den Gespenstern zu leben“ – Das Gespenstische als Figur, Metapher und Wahrnehmungsdispositiv versammelt Beiträge der gleichnamigen Tagung im Herbst 2013 in Frankfurt. Die Texte beziehen sich dabei, mal explizit, mal lose, auf das 1993 in Deutschland erschienene Buch Jacques Derridas Marx’ Gespenster. Der Staat der Schuld, die Trauerarbeit und die Internationale. In jenem Text folgt Derrida der Spur von Marx nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und befragt dabei wie Hamlet seinen Vater auf der Terrasse von Elsenor, ein Gespenst, dessen Klopfzeichen es nun zu deuten gilt.

 

 

 

Sade ist und bleibt eine schwierige Figur, die sich trotz ihrer von Gerichtsprozessen und Verurteilungen begleiteten Befreiung aus den verplombten ‚Giftschränken‘ der Bibliotheken sowie unzähligen Neuauflagen von Verlagen mit teils zweifelhaftem Adressatenkreis einer kritischen Rezeption immer wieder zu entziehen scheint. In diesem Kontext ist „Sade und die Moral“ ein gelungener und distanzierter Beitrag, sich diesem gefährlichen Denker über den produktiven Umweg Bataille – gewissermaßen aus dessen Deckung heraus – zu nähern.

 

 

 

                                                                                                                                                                 

Kultur & Gespenster: Ghostbusters
Florian Hadler: Geheimnis
Werner Büttner: Düngeschlacht

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