Neue Rezensionen und Texte

  

 

Es handelt sich um nichts Geringeres als um eine Zusammenfassung der bisher gut 30 Bücher Johannes Heinrichs`, seine Compendium philosophiae. Darüber hinaus um eine Einführung in „die“ Philosophie, die heute aufgrund der spezialistischen Zersplitterung in die Philologien oder Auslegungen vergangener philosophischer Werke gar nicht mehr zu greifen ist. Herausfordernd wird im Klappentext gefragt: „Wo findet man heute eine so reichhaltige und neuartige Systematik aus einem Guss?“ Der Rezensent wüsste in der Tat nicht, wo, vor allem, wenn man noch die Adjektive „logisch konsequent“ dazunimmt.

 

Wenn Rainer Werner Fassbinder 1981 eine ganze Reihe von Listen aufstellt zu den schönsten, wichtigsten, besten deutschen Filmen, den  besten Regisseuren des Neuen deutschen Films, so erheitert, dass RWF oft an erster Stelle steht oder überhaupt sehr opulent vertreten ist. Natürlich ist er der beste Regisseur, vor Schroeter, Wenders und Thome, und natürlich sind die besten zehn Schauspieler die, die ständig in RWF-Filmen aufgetreten sind. Ein Regisseur, der auch ein paar Mal genannt wird, ist der Schweizer Filmemacher Niklaus Schilling, ein Jahr älter als Fassbinder. 

 

Margwelaschwili macht uns mit einer fantastischen mikroskopischen Welt vertraut, die auf Gedeih und Verderb in unserer Hand als Leser und Leserin liegt. Denn neben den Lesemenschen stellt Margwelaschwili das dramatisch fragile Universum des Leseweltpersonals, das ohne Aktivierung von außen inexistent bleibt. Und in nichts anderem als diesem Hauch des Lesers besteht das literarische Interesse des Para-, Sub-, Intra-, Mikrogeschichten schreibenden, 1927 in Berlin geborenen Autors (ja, ja), der sein Schicksal und das anderer immer wieder gerne in die Hände der Redaktion der rätselhaften Buchweltverwaltung gibt. 

                                                                                                                                                                 

Volker Renner: Der große Preis
Florian Hadler: Geheimnis
Werner Büttner: Düngeschlacht