Neue Rezensionen und Texte

  

 

Die Bücher mit der Raute hatten, das zeigt das Buch Philipp Felschs, in der Geschichte des Merve Verlags schon immer eine Menge Fürsprecher und Kritiker: Auskenner, Vorweg-Renner und altgediente Elitephilosophen, die sich weigerten, ihre edlen Gedanken zwischen Taschenbuchdeckeln veröffentlicht zu sehen. Der lange Sommer der Theorie, der im gleichnamigen Buch in der Zeit zwischen 1960–1990 verortet wird, beginnt mit einer Veränderung der Lesegewohnheiten.

 

 

 

Klaus Wildenhahn, Dokumentarfilmer und Filmproduzent, wurde 1930 geboren. Zu seiner Generation zählen bildende Künstler wie Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker, die zur international vernetzten Gruppe der ZERO-Künstler gehörten. Doch ZERO war mehr als nur Piene, Mack, Uecker. Yves Klein kannte noch andere Farben als Ultramarinblau. Manchmal kam es auch zu Gemeinschaftswerken.

Klaus Wildenhahn, um abschließend auf ihn zu kommen, hat auch Gedichte geschrieben. Die sind jetzt in dem neuen Filit-Band zu lesen. Filmtheorie quasi als Dichtersprech. Aber das Cover ist wirklich toll.

 

Unterhaltsam ist es, wenn der Verfasser von Kapitel 12 („Das moralische Glück des Tyrion Lennister“, über die Bewertung des Charakters als Triebfeder von Handlungen) seine Studierenden „mit schnörkelloser Kommunikation zu Feldzügen anstiftet“ und über den Verfasser von Kapitel 2 („Die freudlose Suche nach Glück in Westeroes“, über den Zusammenhang von Tugendhaftigkeit und Gerechtigkeit) ausgesagt wird, der Wahlspruch seines Hauses sei es, „nicht den Gold-, sondern den Silberpreis zu zahlen“. Dem Herausgeber blieb es nach eigener Aussage „erspart, verbannt zu werden und das Schwarz der Nachtwache anzulegen“ (nicht zuletzt seiner Frau wegen, der „Lady of the Looms“, die den nahenden Winter in den Hintergrund rückt).

                                                                                                                                                                 

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