Neue Rezensionen und Texte

  

 

Der Sammelband „Lernen mit den Gespenstern zu leben“ – Das Gespenstische als Figur, Metapher und Wahrnehmungsdispositiv versammelt Beiträge der gleichnamigen Tagung im Herbst 2013 in Frankfurt. Die Texte beziehen sich dabei, mal explizit, mal lose, auf das 1993 in Deutschland erschienene Buch Jacques Derridas Marx’ Gespenster. Der Staat der Schuld, die Trauerarbeit und die Internationale. In jenem Text folgt Derrida der Spur von Marx nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und befragt dabei wie Hamlet seinen Vater auf der Terrasse von Elsenor, ein Gespenst, dessen Klopfzeichen es nun zu deuten gilt.

 

 

 

Sade ist und bleibt eine schwierige Figur, die sich trotz ihrer von Gerichtsprozessen und Verurteilungen begleiteten Befreiung aus den verplombten ‚Giftschränken‘ der Bibliotheken sowie unzähligen Neuauflagen von Verlagen mit teils zweifelhaftem Adressatenkreis einer kritischen Rezeption immer wieder zu entziehen scheint. In diesem Kontext ist „Sade und die Moral“ ein gelungener und distanzierter Beitrag, sich diesem gefährlichen Denker über den produktiven Umweg Bataille – gewissermaßen aus dessen Deckung heraus – zu nähern.

 

 

 

Ein bisschen Geniekult, ein bisschen (viel) Biografismus und vage Allerweltsbegriffe werden damit der Ausstellung vorangestellt. Picasso, der ultimative (Lebens-)Künstler, Exot und Draufgänger, dient als handzahmes Vorzeigeexemplar für alles, was man sich von Kunst im Allgemeinen so verspricht: Leidenschaft, Emotionalität, Authentizität.        

 

                                                                                                                                                                 

Kultur & Gespenster: Ghostbusters
Florian Hadler: Geheimnis
Werner Büttner: Düngeschlacht

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