
Kultur & Gespenster Nr. 12 »Märchen«
Die 12. Ausgabe des Magazins Kultur & Gespenster ist fast ein bisschen zu schön geworden und widmet sich ausschließlich der Märchensammlung von Karl Müllenhoff, welche er 1845 veröffentlichte.
Kultur & Gespenster bringt einen Teil der Sagen, Märchen und Lieder der Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg, ergänzt um ein Gespräch zwischen dem Mediävisten und Literaturwissenschaftler Hartmut Freytag und dem Künstler Alexander Rischer, welcher im Herbst vergangenen Jahres etliche Fahrradtouren durchs Holsteinische unternahm, um die Originalschauplätze der Märchen für dieses Heft zu fotografieren.
Wunderbarerweise waren fast alle Orte zu finden: Heidnische Kultstätten, Quellen, Bäume, Kirchen, Glocken, Plätze für Mirakel und Rechtshändel, auch versunkene Orte und solche, an denen der Teufel den Übermut strafte. Gespenster, Irrlichter, Zauberer, Werwölfe, Teufelspferde, Drachen, Zwerge und weiße Frauen gehörten zum Alltag. Nicht zu sprechen von den Seuchen, Vorzeichen und Weissagungen, den versunkenen Schlössern, Grabhügeln, schlafenden Helden und Heeren, verhängnisvollen Bäumen und natürlich den überall vergrabenen Schätzen.
Die Redaktion
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Kultur & Gespenster 12
Märchen
153 Seiten
12 Euro
ISBN: 978-3-938801-87-1
Textem Verlag, Hamburg, 2011
Die Zeitschrift "Kultur und Gespenster" gehört zu den derzeit erfreulichsten und erregendsten intellektuellen Produkten.
Lorenz Jäger, F.A.Z., 02. 06. 2010
Es spricht für das Rhythmusgefühl von Kultur & Gespenster genauso wie für deren so weiten wie präzisen Kulturbegriff, wie hier nicht nur feinsinnige Bildstrecken auf grobkörnige Bleiwüsten folgen, sondern auch, wie historische Texte lässig und konsequent mit Zeitdiagnosen verknüpft werden. Es sind immer die interessantesten Phänome, die selbst ein neues Genre begründen.
Florian Illies, DIE ZEIT, 12. 11. 2009
Das Magazin in Buchformat widmet sich Hochkultur und Trash mit derselben Sorgfalt. Geistreich und trotzdem vergnüglich.
Stern Nr. 5, 24. 1. 2008
Diese Zeitschrift, gemacht von drei klugen jungen Leuten in Hamburg, besticht durch ihre Ernsthaftigkeit - konkret: durch die Gratwanderung zwischen akademischer Finesse und poetischem Bekenntnis.
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