Autor

 

Boris von Brauchitsch, geboren 1963 in Aachen, lebt in Berlin und Carrizal (Gran Canaria). Er ist als Fotograf und Autor unterwegs. In seinen transdisziplinären Schriften streift er fiktive internationale Kunstevents („documentale“, 2012), entwickelt den kunsthistorischen Universaltext, der auf jedes Gemälde der Kunstgeschichte passt („Man sieht nur, was man weiß“) oder beweist die Nichtexistenz eines wegweisenden Künstlers („Die kurze aber wahre Geschichte der Erfindung des Leon Battista Alberti“). Außerdem verfasst er Künstlerbiografien („Lesser Ury. Leichte Fieberanfälle. Dauerregen“, 2013) und beschäftigt sich mit der Stadtentwicklung Berlins („Berlin. Der Friedhofsführer“, 2015). Sein Theaterstück „Im tiefen Tal der Todeskralle“ über die documenta des Jahres 2027 läuft aktuell im Staatstheater Kassel. 

 

Weitere Veröffentlichungen (Auswahl): 

Fux. Fährten, Fotografien von Andreas Fux. Edition Braus, Berlin 2014

Armutszeugnisse. West-Berlin vor der Stadterneuerung, Fotografien von Heinrich Kuhn. Edition Braus, Berlin 2014

I don't like white. Lim & Asmuth Publications, Köln 2012

Kleine Geschichte der Fotografie. Reclam Verlag, Stuttgart 2012

Leonardo da Vinci. Suhrkamp Verlag, Berlin 2010

Michelangelo. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2009

Klassiker der Architektur. Reclam Verlag, Stuttgart 2009 

Alles wahr. Roman, Männerschwarm Verlag, Hamburg 2008

Caravaggio, Suhrkamp Verlag, Berlin 2007

Inhalt

 

Am Anfang war das schwarze Quadrat. 1915 stellte Malewitschs Anti-Ikone hoch oben in der Zimmerecke  mit provokantem Understatement den Konservatismus des anbrechenden 20. Jahrhunderts bloß. Genau 100 Jahre später setzt Heimo Zobernig einen schwarzen, leeren Raum in die Giardini der Biennale von Venedig. Decke und Boden des österreichischen Pavillons durch schwarzes Material nivelliert, gab es im Inneren nichts anderes zu sehen als den Ausblick nach draußen, den Ausblick auf die anderen nationalen Pavillons, die mit buntem Spektakel und Sammelsurium die Besucher lockten.

 

Boris von Brauchitsch konstatiert: Jedes gute visuelle Schweigen ist schwarz. Das Schweigen kann dabei sehr wohl auch sprechend sein, das Schwarz ist nicht bloß die völlige Lähmung, sondern auch die absolute Entfesselung der Fantasie. Im Nichts ist wiederum Alles enthalten. Von Brauchitsch untersucht die schwarzen Bilder von On Kawara bis Blinky Palermo, ihre Verweigerung und Negation, ihre Leere und Vielfalt, die Übermalungen und Vergeistigungen, die Finsternis und Spuren von Licht. Er widmet sich der metaphorischen, theoretischen und sinnlichen Erfahrung der schwarzen Fläche, des dunklen Raums und liefert dabei eine präzise Beobachtung der Abgrenzungs-, Provokations-, und Innovationsstrategien der jüngeren Kunstgeschichte.

Buch

 

KLEINER STIMMUNGS-ATLAS IN EINZELBÄNDEN

 

Bd. 12

Eine Einzelstimmung von

Boris von Brauchitsch

S – Schwarz

 

Gestaltung: Christoph Steinegger / Interkool

85 Seiten, 12 €

Textem Verlag 2016

ISBN: 978-3-941613-90-4

Textem Verlag

Gustav Mechlenburg, Gefionstraße 16, 

D-22769 Hamburg

Telefon (+49) 0-1705810536 

E-Mail: post@textem.de

 

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