Künstler

Stephan Mörsch, geb. 1974

lebt in Hamburg und Istanbul

Inhalt

Quedlinburg

Die Zeichnungen von Stephan Mörsch entstehen in Serie und erinnern an Filmstills. Daneben baut er modellhafte Plastiken. Stephan Mörsch zeichnet Kleinformate in Serie und baut modellhafte Plastiken.

Das Projekt „Quedlinburg“ von Stephan Mörsch ist ein zeichnerischer Spaziergang an die Peripherie der Stadt und thematisiert kleine architektonische Freiheiten in einem reglementierten Ordnungssystem, dem Schrebergarten. Mörschs Zeichnungen und Miniaturen sind narrativ aufgeladene Parallelwelten, fiktionalisierte Fortsetzungen alltäglicher Beobachtungen mit einem Schuss Empathie. Stephan Mörsch: „Ich habe mich in Quedlinburg intuitiv zu den Datschen hingezogen gefühlt“.

Mörschs Untersuchungen niederer Architekturformen bekunden Sympathie für das Ephemere, Randständige und Transitorische. Dass die Stadt Quedlinburg seit 1990 etwa ein Drittel ihrer Einwohner verloren hat und vor allem für Mittelalter und pittoreskes Fachwerk bekannt ist, hat Mörsch herausgefordert, den Blick von der Idylle auf die Problemzonen der Stadt zu lenken, dorthin, wo nicht die Touristen staunen, sondern wo der Alltag stattfindet oder vergessen wird.

 

Buch

 

Stephan Mörsch: "Quedlinburg"

Ausstellungskatalog, 32 Seiten, Hrsg. von Björn Egging, 2008

8 €

ISBN 978-3-938801-53-6

 

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