Titel

 

 

Ausstellung

Ausstellung der ‘Neue Kunst in Hamburg’-Reisestipendiaten

 

‘Neue Kunst in Hamburg e.V.’ wurde 1986 ins Leben gerufen, um lokale Künstler durch Ausstellung und Katalog zu fördern; seit 1997 wird dieses Stipendium als ein Reisestipendium vergeben. Ein auswärtiger Kurator, der von ‘Neue Kunst in Hamburg e.V.’ berufen wird, wählt aus über 200 Bewerbungen durch Sichtung der Recherche, Vorhaben im Ausland und durch Studiobesuche jeweils 4 bis 6 förderungswürdige Stipendiaten aus. ‘Neue Kunst in Hamburg’ finanziert diesen Stipendiaten jeweils Reise und einen 5-monatigen Auslandsaufenthalt, nach ihrer Rückkehr eine Ausstellung sowie eine Publikation. Die diesjährigen Stipendiaten sind:

 

Anna Möller mit Mauricio Guillen

Thomas Baldischwyler mit Passenger of Shit

Michael Conrads

Katrin Mayer

Matthias Meyer

Gernot Faber (Lutz Krüger & Sebastian Reuss)

 

Diese von Stefan Kalmár (Direktor des Kunstvereins München; Ludlow 38, New York City) ausgewählten Positionen werden zwischen dem 7. und 22. November 2008 in sechs parallelen Einzelausstellungen in der Jürgen Becker Galerie, Galerie Karin Guenther, Galerie für Landschaftskunst, Galerie Dörrie * Priess, artfinder Galerie, Produzentengalerie, Galerie Katharina Bittel und der Galerie Sfeir-Semler (alle Admiralitätstraße 71) präsentiert; Die Ausstellungen werden von sechs individuellen Künstlerpublikationen (alle Textem Verlag) begleitet.

 

“Das sonst übliche Format der Gruppenausstellung weicht erstmals dem Format von sechs Einzelausstellungen. Bei einer Auswahl der Stipendiaten kann es ja nicht zwangsläufig um die Präsentation einer kohärenten Gruppenausstellung gehen; künstlerische Produktion in Hamburg ist vielschichtig und komplex und lässt sich nicht unbedingt auf ‘einen’ schlüssigen Nenner einer Gruppenausstellung bringen. Eine Szene wie in Hamburg lebt ja gerade auch von diesen Dissonanzen.

 

Ein weiteres Novum der diesjährigen Ausstellung ist die Präsentation in Zusammenarbeit mit einem Spektrum der Hamburger Galerien; mit dieser Entscheidung wird durchaus auch das ideologisch und ökonomisch komplexe Verhältnis der lokalen Galerien und Sammlerszene zu den lokal produzierenden Künstlern und Institutionen – und die Dichotomie beider zueinander – thematisiert.

 

Hamburg zeichnet sich durch eine lebendige und streitbare Kunstszene aus, die sich trotz des allgegenwärtigen Berlin-Sogs ihre Eigenständigkeit bewahrt hat. Hamburg und die hier arbeitenden Künstler agieren aus kritischer Distanz zur Hauptstadt. Verglichen mit der Situation in München bringt vor allem die künstlerische Ausbildung an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg - an der alle diesjährigen Stipendiaten studierten –, aber auch die im Vergleich lebendige ‘Off-Szene’ immer wieder Künstlerpositionen hervor, die auch international Beachtung finden. Das von ‘Neue Kunst in Hamburg’ initiierte Stipendium war und ist für viele dieser Künstler eine entscheidende Hilfe in ihrer Entwicklung. Während andere Städte krampfhaft versuchen, ‘ihre’ Künstler zu halten, schickt dieses Stipendium sie ins Ausland. In einer Zeit, in der Diskurse und künstlerische Produktion sich innerhalb eines globalen Netzwerks formieren, hilft dieses einmalige Stipendium jungen Künstlern, sich innerhalb dieser Netzwerke kritisch zu orientieren, zu artikulieren und zu positionieren.“ (Stefan Kalmár)

 

 

www.neuekunstinhamburg.de

 

 

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