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Titel-Magazin
Klabund: Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde, 120 Seiten, Textem-Verlag 2006

  Kurkonzert - Dienstag, den 10. August 10

 

Dilettanten und Amateure, wie glücklich sie auch immer mit sich selbst und ihren engsten Freunden sein mögen, sind die Katastrophe – für die anderen.

 

Safia Azzouni/Uwe Wirth (Hg.), Dilettantismus als Beruf, Kulturverlag Kadmos 2010, Kaleidogramme Band 43

Von: Dieter Wenk


  Die letztgültige Wahrheit - Mittwoch, den 04. August 10

 

Ich sitze in meinem Kopf-Kino und starre auf die Leinwand. Musik ertönt. Ein traurig schönes Lied. Vielleicht Klezmer. Ein Mann tritt auf. Er spricht über den Schabbes. Nicht telefonieren. Kein Auto fahren. Einfach nur spazieren gehen. Liegen. Eine Insel in der Zeit.

 

Benjamin Stein: Die Leinwand,

CH Beck 2010

Von: Guido Rohm


  Vom Zauberwürfel am Fuße der Klippen - Mittwoch, den 04. August 10

 

Das Lesen dieses Romans ist wie das Spiel mit einem Zauberwürfel, bei dem jede Drehung das gesamte Verhältnis der 54 Quadrate zueinander, aber auch das der Quadrate innerhalb der einzelnen Farbfelder verändert.

 

Benjamin Stein: Die Leinwand,

CH Beck 2010

Von: Thomas Hummitzsch


  Faust und Stein - Dienstag, den 03. August 10

 

„Mensch, Natur und Technik – Eine neue Welt entsteht“. Das Expo-Motto sollte Zukunftsoffenheit und Kosmopolitismus ausdrücken. Zugleich könnte es Audi-Reklame oder Werbeplakaten der Grünen entnommen sein. Auf Goethes ‚Faust’ jedenfalls passt es bestens.

 

Faust, DVD, Peter Steins Inszenierung

Von: Daniel Krause


  Die Emanzipation von der Gravitation - Donnerstag, den 29. Juli 10

 

Katharina Greves Graphic Novel handelt vom Fahrstuhlführer Franz Fink, der im Berliner Fernsehturm arbeitet. Entnervt von der Enge seiner Wohnung und dem Gedränge seines Berufs sucht er sich Freiräume, die er im Treppenhaus des Fernsehturms findet.

 

Katharina Greve: Ein Mann geht an die Decke, Die Biblyothek 2009

Von: Marco Behringer


  Sag ja zur Kulturrevolution - Samstag, den 24. Juli 10

 

Was für andere bloß ein „Zeichen“ für Unlesbarkeit sein würde (und somit gar nicht agieren könnte), ist für Sollers und seine Genossen Ausweis äußerster Radikalität.

 

Philippe Sollers: Pourquoi j’ai été chinois, in: Philippe Sollers, Improvisations, Gallimard 1991; zuerst erschienen in: Tel Quel 88

Von: Dieter Wenk


  Alien in Jerusalem - Freitag, den 23. Juli 10

 

Eine Begegnung mit dem britischen Journalisten und Autor Matt Beynon Rees. Gespräche über das Finden der Heimat in der Fremde, über die palästinensische Gesellschaft und seine Omar-Yussuf-Kriminalromane.

 

Matt Beynon Rees: Der Tote von Nablus. Omar Yussufs dritter Fall, C.H. Beck 2010

Von: Thomas Hummitzsch


  Anti bis zum Schluss - Montag, den 19. Juli 10

 

Bevor die Künstler und Schriftsteller wieder lange Finger machten in Richtung Vergangenheit, um die Leere zu füllen, in der sie sich vorfanden, wurde in den 1960er Jahren, vergleichbar vielleicht nur mit den 10er Jahren des 20. Jahrhunderts, zertrümmert, was zertrümmert werden konnte.

 

Christian Schulte, Vlado Kristl: Die Zerstörung der Systeme, Verbrecher 2010

Von: Dieter Wenk


  Gott Höchstselbst - Freitag, den 16. Juli 10

 

Gott ist Mensch geworden. Nach anfänglichen Zweifeln an seiner Wahrhaftigkeit wird der unscheinbare Mann über Nacht zum Medienhype, von Naturwissenschaftlern, Historikern, Philosophen, Psychologen und Soziologen gnadenlos vermessen.

 

Marc-Antoine Mathieu: Gott Höchstselbst, Reprodukt 2010

Von: Marco Behringer


  Die Balkonkrise - Mittwoch, den 14. Juli 10

 

Stau in der Innenstadt, drei Tote bei einer Schießerei, Zugunglück, ein Ende der Hitze ist nicht abzusehen, dreh das Radio leiser, sagt Jan, er macht einen Buckel, kichert, fühlt sich wie der Glöckner von Notre Dame, reicht Marion die Sonnenmilch, die nimmt sie, dreht die Flasche auf den Kopf, schlägt sie durch die Luft nach unten, immer und immer wieder.

 

Von: Guido Rohm



 
 

Kultur & Gespenster Nr. 11

 

 

ISBN 978-3-938801-74-1

 

Die Ausgabe 11 des Magazins »Kultur & Gespenster« ist den »Drogen« gewidmet. Es geht um Kontrollgesellschaften und die dazu passenden Medikamente. Aber auch um den modischen Wirbel, der speziell im Sektor der Kulturproduktion um den Konsum von Drogen gemacht wird. Um Selbstversuche und Placebos, Doppelblind-Studien und Medikationstabellen.

 

Release-Termine:

 

St. Moritz, St. Moritz Art Masters, 1. - 5. September 2010

Berlin, Pro Quadratmeter, Fr. 24. September 2010

Berlin, KIM, Fr. 24. September 2010 ab 23 Uhr

Zürich, Corner College, Fr. 19. November 2010

Wien, Akademie, 3. Dezember 2010

 

 

Kultur & Gespenster Nr. 11 »Drogen«, 978-3-938801-74-1

August 2010, 12 Euro

 

Bestellen unter: post@textem.de

 

 

 

 

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KALENDER 2010

 

 

 

ISBN: 978-3-938801-85-7

 

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