Kultur & Gespenster: MEDIENZEIT – COMPUTERSPIELE
Lara Huber: N – Normal
Christian Bernhardt: Jana Jana Jana

Neue Rezensionen und Texte

  

 

Gegenüber gut gemeintem Polit-Pop-Kunst-Kitsch kann die Ausstellung als gelungenes Beispiel dienen, denn sie bildet das Porträt einer Generation von Künstlern und Künstlerinnen, die eindringlich von Krisen und Konflikten erzählen.

 

En passant hat Gerhard Falkner nach Apollokalypse schon den nächsten Roman rausgehauen. So liest er sich jedenfalls. Flott, aber oberflächlich. Wenig deutet darauf hin, dass dort Mühe oder gar Respekt für die „Arbeit am Roman“ geleistet worden ist. Die Story ist beiläufig und gegen Ende ein pathetischer Kurzschluss. Bei Letzerem scheint allerdings beinahe durch, dass hier vielleicht sogar eine Persiflage vorliegt, (o. k., Mystery, die Fäden müssen mindestens dem Anschein nach vernäht sein. Let’s go).

 

 

 

Dörflich-Ländliches im Bus oder vom Beifahrersitz aus gesehen und schon vorbei. Ein Abdrücken und Bilanzziehen, jedes Gedicht könnte das letzte sein. So wirkt es. Dabei merkt man Kochs existenziellen Wortstrichen ihr Drängen an. Sie stehen da, sie sind so, zusammengehalten von verblüffenden, cleveren wie zugleich bitteren Sprachbildern, die beredt und ziemlich treffend den jeweiligen Moment auf den Punkt bringen. Tatsächlich eine fotoartige Technik.

 

 

 

»Gier nach neuen Bildern«. Untertitel: »Flugblatt, Bilderbogen, Comicstrip«. Eine großartige Ausstellung über Bildpolitiken, zu sehen im Deutschen Historischem Museum (DHM). Gezeigt werden Bilder, Bögen, Bildzeitungen und Grafiken, beginnend im 16. Jahrhundert bis heute. Eine inspirierende Ausstellung, eine, die müde und hungrig macht.

 

Jede Autobiografie ist eine Erfolgsgeschichte – auch weil sie nie tödlich endet. So ist es ist nur dem Zufall zu verdanken, dass Ulli Lust einen Mordversuch an ihr überlebte, und ihrem Kunstwillen, dass wir davon erfahren. 2009 erschien „Heute ist der letzte Tag vom Rest meines Lebens“, ihr erster autobiografischer, bis heute in über 11 Sprachen übersetzter Erfolgscomic. „Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein“ ist ihr zweiter autobiografischer Comic und ist gerade erschienen, beide über 350 Seiten schwer, von denen jede einzelne Seite trägt.