Autorin

 

Michaela Ott ist Professorin für Ästhetische Theorien an der HfbK Hamburg.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind poststrukturalistische Philosophie, Ästhetik und Politik, Ästhetik des Films, Theorien des Raums, Theorien der Affekte und Affizierungen. Publikationen: Ästhetik und Politik, 2009; Affizierung. Zu einer ästhetisch-epistemischen Figur, 2010; Dividuationen. Theorien der Teilhabe, 2014.

Inhalt

 

Immer häufiger zeigen Arthouse-Spielstätten Filme aus sogenannten peripheren Ländern, die eigentlich keiner sehen will, da sie in ihrer Dramaturgie zu schlicht und in ihrer ?Aussage zu düster sind. Für popcornhungrige Unterhaltungsverschlinger sind? sie ein Horror. Sie bedienen weder die an visuelle und auditive Spitzenwerte gewöhnte Schau-?und Hörlust des Publikums noch finden sich in ihnen atemberaubende Spezialeffekte. Was also haben die Filme an sich, dass sie gleichwohl in anspruchsvollen Spielstätten zur Vorführung kommen? Diese Filme entfalten eine Ästhetik der Armut, die den Zuschauerinnen ein genaues Hinsehen auf die visuellen Zeichen, die überlegte Bildkomposition, den sparsam eingesetzten Ton, die nicht zwingende Verkettung von kaum vorwärts strebenden Aktionsbildern abverlangt. Gerade weil keine Lebensfülle in diese Bilder hinein will, wird eine metaphysische Unbehaustheit in ihnen spürbar.

Buch

Michaela Ott: A – Affizierung

 

Kleiner Stimmungs-Atlas in Einzelbänden

Hg. Gustav Mechlenburg, Nora Sdun 

Gestaltung: Christoph Steinegger/Interkool 


Textem Verlag, Hamburg 2018 

Druck: Druckhaus Köthen 

ISBN: 9783941613942 

118 Seiten, 12 Euro


 

Textem Verlag

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