Autoren

 

Jan-Frederik Bandel, David Bennewith, Susanne Bieri, Ruth Blacksell, Frieder Butzmann, Sebastian Cremers, Annette Geiger, Annette Gilbert, Michael Glasmeier, Sabine Mainberger, Benjamin Meyer-Krahmer, Tania Prill, Gabriele Wix

 

Inhalt

 

Gemalte Schrift, gedruckte Schrift, montierte Schrift: Nicht erst seit dem 16. Jahrhundert begleiten differente Formen von Textelementen die bildende Kunst – bis hin zum Ersatz des Bildes durch Schriftlichkeit. Die Publikation will daher mit ihren Beiträgen nicht in erster Linie Text-Bild-Phänomene untersuchen, sondern vielmehr die jeweils spezielle Typografie solcher Worterscheinungen an ausgewählten Beispielen diskutieren. Gerade in den 1960er Jahren wird deutlich, dass etwa mit Fluxus, Konzeptkunst, Pop-Art oder exklusiv mit Visueller/Konkreter Poesie Textelemente eben nicht nur poetische Beigaben darstellen, sondern einen eigenen, individuellen Bildcharakter besitzen, der in einer praktischen Gestaltung etwa von Gemälden, Zeichnungen, Künstlerbüchern, Bildtafeln, Diagrammen, Konzepten, Installationen oder Filmen Ausdruck findet. Hier erprobt die bildende Kunst auf verschiedensten medialen Ebenen einen erweiterten Umgang mit Schrift bis hin zur Entwicklung eigener Schrifttypen. Vor allem aber kommt es in diesen Jahren zur produktiven Wechselwirkung von freier und angewandter Typografie, etwa in den Künstlerpublikationen der Zeit. Methoden der Konkreten Poesie oder der Konzeptkunst werden in die Werbung übertragen usw. Dieses bisher unterbelichtete Feld eines umfassenden typografischen Experiments könnte mit den vereinten Kräften von Theorie und Praxis ein neues Forschungsgebiet generieren.

 

Buch

 

Michael Glasmeier und Tania Prill (Hg.): Typografie als künstlerisches Ereignis

 

ISBN 978-3-86485-125-4

154 x 220 mm / 232 Seiten / 20 Euro

Broschur mit Fadenheftung und Schutzumschlag

Textem Verlag 2016

 

Publiziert in der Reihe des Instituts für Kunst- und Musikwissenschaften der Hochschule für Künste Bremen.

 

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