Autoren/innen / Künstler/innen

Emine Sahinaz Akalin

Arne Bunk

Georg Felix Harsch

Erich Pick

Floating Volumes #4

Layering DiverCity

Stadt und Identität

 

Michaela Ott

Layering DiverCity

Stadt und Identität in der

künstlerischen Forschung

 

Christa Müller

Sehnsuchtsstadt statt Landlust

Wie postindustrielle Sehnsuchtsorte

des Selbermachens und der

Naturbegegnung neue Bilder

von Urbanität entwerfen

 

Carla Orthen

Unabhängig, widerständig,

nichtkommerziell!?

Räume künstlerischer Selbstorganisation

und ihre Positionierung im Kunstfeld

 

Anke Haarmann und

Michael Ziehl

Raumaneignungen

und Recht

auf Stadt: das Gängeviertel

und die Keimzelle

 

MANIFEST: Raumnahme:

eine solidarische Positionierung

 

Birgit Schlieps

Wüstenstadt – Strip/Tease

der Bilder

 

Iz Öztat

Display and Conservation

 

Jan Köchermann

Plattform 1

 

Eva Leitolf

Postcards from Europe

Work from the ongoing

archive, since 2006

 

Per Schumann und

Malte Zacharias

Mobile Kitchen Cart

 

Peter Boué

Ruine und Herkunft

 

Sari Palosaari

Layering Diversity /

Minimalism in Context

 

Jens Röhm und

Kathrin Wildner

Maximal Dazwischen –

urbane Leerstellen

 

Kathrin Wildner

Orte informeller Nutzung

Interview mit Jochen Becker,

Kurator und Stadttheoretiker

Zwischen die Dinge

fotografieren

Interview mit Peter Piller,

Künstler

Man sieht den Widerspruch

Interview mit Jelka Plate,

Künstlerin

 

Anna-Lena Wenzel

Dritte Räume (Stadt)

 

Eray Çayli

Resisting Verticality,

Occupying Teleology:

The protests of Summer 2013 in

Gezi Park and Taksim Square

 

Silvina Der-Meguerditchian

Deep Sea Fish

 

Hanne Loreck

Die Vergangenheitszukunft

in Victor Burgins

A Place to Read, 2010

 

Nina Möntmann

Schöne neue Arbeit

Inhalt

„Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.“

Situation Normal, All Fucked Up

 

Wie lässt sich die Stadt als „Denkform“ gegen Großinvestoren und Masterplaner verteidigen, ohne sie als netten Spielplatz zu imaginieren?

 

Michaela Ott sieht durchaus eine Chance für künstlerische Initiativen im öffentlichen Raum, zeigt aber auch ihre Grenzen auf. Künstlerische Forschung kann zur Identitätsbildung, zur Erweiterung und Demokratisierung beitragen. Sie kann auf den drohenden Verlust von Lebensraum hinweisen und diesen manchmal sogar zurückgewinnen. Sie kann aber eben nicht die Probleme der Megacitys lösen: weder die Zersiedelung noch die Umweltzerstörung verhindern, und auch nicht die Armut bekämpfen.

 

Was sich in den begrenzten Möglichkeitsräumen dennoch entwickeln lässt, beschreibt dieser Reader in theoretischen Artikeln sowie anhand zahlreicher Beispiele künstlerischer Interventionen. Christa Müller schreibt über Sehnsuchtsorte des Selbermachens unter besonderer Berücksichtigung des Gärtnerns in der Stadt. Die Sehnsucht nach einer Stadt, die das Land nicht ausbeutet, einer Stadt, die facettenreicher erlebt wird, jenseits von Investorenkonzepten und Verwaltungskonstrukten. Stadtgärtner schaffen eigene Landschaften, meist an der offiziellen Stadtplanung vorbei. So zeigt sich im Urban Gardening eine Verschiebung der Statussymbolik hin zu postmateriellen Werten.

 

Carla Orthen befasst sich mit einer anderen Nische – der künstlerischen Selbstorganisation, also der Praxis und Programmatik selbstorganisierter Kunsträume. Dabei ist sie den dort kultivierten Mythologemen künstlerischer Autonomie auf der Spur, die durchaus nicht deckungsgleich mit der gelebten Praxis sind. Zwar orientiert man sich an Idealen von Autonomie, Selbstbestimmung, Widerständigkeit und Innovation sowie an den Idealen eines freien, wohlfahrtsstaatlichen Kulturbegriffs – aber eben dieser ist im neoliberal geprägten Alltagsleben schon lange nur noch ein Phantom.

 

Noch ein weiterer Artikel befasst sich mit „Capitalist Realism“. Nina Möntmann berichtet über Harun Farockis Film Ein neues Produkt. Darin geht es um postfordistische Arbeit in einer Beratungsfirma: flache Hierarchien, Netzwerke, Flexibilität. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass in solchen Betrieben die existierende neoliberale Ideologie von profitorientierter Arbeit in einen funktionalen Rahmen übersetzt und damit das System aufrechterhalten wird. Es geht bei aller Aufbruchsstimmung lediglich doch nur darum, bestehende Machtverhältnisse zu wahren. Dies zeigt, dass Arbeit im Sinne einer strukturellen Solidarität neu erfunden werden muss, um der Effizienzlogik des Neoliberalismus zu entkommen.

 

Was alles noch geändert werden muss, zeigen die Spaziergänge von Theoretikerinnen und Künstlern durch Städte wie Istanbul, New York, Berlin und Hamburg. Die Wege führen zu nicht mehr existierenden Kaffeehäusern, urbanen Brachen und dritten Räumen. Reflektiert wird über Zwischenräume, Grenzorte, Kulturen, Architektur und viele Themen mehr – in Form von Interviews, Tagebuchnotizen, Zeichnungen.

Buch

 

LAYERING DIVERCITY

Stadt und Identität in der künstlerischen Forschung

 

HerausgeberInnen:

Emine Sahinaz Akalin

Arne Bunk

Gustav Mechlenburg

Erich Pick

 

KuratorInnen:

Emine Sahinaz Akalin

Arne Bunk

Georg Felix Harsch

Erich Pick

 

Website: floatingvolumes.frise.de

 

Gestaltung: Anna Bertermann

 

Lektorat: Gustav Mechlenburg

 

Druck: Druckhaus Köthen GmbH, Deutschland

 

ISBN: 978-3-86485-098-1

Preis: 16 Euro

 

Mit herzlichem Dank an unsere SponsorInnen:

Kulturbehörde Hamburg

Hans Böckler Stiftung

Freie und Hansestadt Hamburg Bezirksversammlung Altona

HfbK Hamburg

 

Bestellen unter: versand(at)textem.de

 

 

Textem Verlag

Gustav Mechlenburg, Gefionstraße 16, 

D-22769 Hamburg

Telefon (+49) 0-1705810536 

E-Mail: post@textem.de

 

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