Autoren / Künstler

 

Markus Binner (alle Hefte), 1966 in Nürnberg geboren, Studium Kunstgeschichte, Philosophie, Afrikanistik in Köln, Studium Freie Kunst (bei Franz Erhard Walther und Michael Lingner) an der HfbK Hamburg, lebt in Berlin. Arbeitet oft mit Sprache als Material, mit Gesprächssituationen: Texte, Straßenfeste, Schriften/Fonts, Computeranimationen, Speisekarten, Zeichnungen, Drucke, Räume, Möbel, Lesungen, Bücher, Postkarten, Radiosendungen, Ausstellungen, Kugelschreiber.

 

http://www.markusbinner.de

 

 

Oudée U. Dünkelsbühler. Nach prä- und postdoktoralen Wanderjahren in Konstanz, Berkeley und Montréal seit 1991 in Hamburg mit Nebenleben in Andalusien. Freiberuflich beschäftigt mit Fremdsprachentraining, Dekonstruktion und Übersetzung ( www.philLingua.de ); seit 2008 auch Psychoanalytikerin mit eigener Praxis in Hamburg ( psychoanalyse.duenkelsbuehler.de ). Arbeiten zu „French Theory“ (Buch: Reframing the Frame of Reason, 1991 u. 2001), „Hystheorie“ (Freud nach Derrida), Ronell, Lispector u. a.; derzeitige Projekte: Heidegger, „Text als Ort“ (Kunstprojekt mit Markus Binner) und „CIXRIDA: fiktiver Liebeskommentar zur fiktiven Liebeskorrespondenz in La carte postale“.

 

Monika Schwärzler, Senior Research Faculty an der Webster University in Wien, Dept. of "Art with an Emphasis in Visual Culture". Forschungsschwerpunkte: Kunsttheorie, Kunstvermittlung, "Visual Culture", Mediengeschichte der Fotografie.

 

Die Kulturwissenschaftlerin Rahel Puffert lebt in Hamburg und arbeitet als freischaffende Kunstvermittlerin und Publizistin. Ihr Interesse gilt den diversen Überschneidungen von künstlerischer, pädagogischer und (kultur-)politischer Praxis.

 

Eva Sturm, Kunstvermittlerin in Theorie und Praxis, lehrt und forscht seit 2009 als Professorin für Kunst-Vermittlung-Bildung an der Carl von Ossiezky Universität Oldenburg. Mehrere Buchpublikationen. Arbeitsschwerpunkte: Sprechen über Kunst; (künstlerische) Kunstvermittlung; künstlerisch-publikumsintegrative Projekte; Von Kunst aus / Kunstvermittlung mit Gilles Deleuze www.kunst.uni-oldenburg.de/39104.html

 

Simon Starke. *1958 bei Mannheim. Studium freie Kunst in Hamburg bei Franz Erhard Walther, Michael Lingner, Hans-Joachim Lenger. Lebt in Hamburg.

 

Inhalt

 

Von all jenen Readymades, die es nicht in die Sammlung von Markus Binner geschafft haben und auch keine zweite Chance bekommen werden.

 

Keine Chance für jene Readymades, die sich gern in starker Autorenhand wissen

Wenn, dann tritt Markus Binner eher in der Rolle des Sammlers als in der des Autors in Erscheinung. Zwar hat er die Readymades beschrieben oder umgeschrieben, aber es gibt keine Stelle in den Texten, da er in Autorenfunktion auftreten würde. Jeder der Texte klingt anders bzw. scheint die sprachliche Form sich aus dem Inhalt zu ergeben. So etwas wie Stil oder eine erkennbare Handschrift eines Autors ist nicht ablesbar. Obwohl Binner der ist, der ursprünglich seine Aufmerksamkeit gerichtet hat und dessen Selektionskriterien wir die Funde verdanken, hat er sich aus den von ihm dargebotenen Readymades hinauskomplimentiert, um eine scheinbar objektivierte Sicht der Welt zu bieten. Die Hand, die dem Leser die Textstücke zur Betrachtung hinhält, will also nicht mit ins Bild. Dieses Absehen von sich als Zeigendem teilt sich als Großzügigkeit mit und eröffnet Raum. Der Autor tritt zur Seite und gibt den Blick frei.

In keinem der Textstücke geht es um persönliche Befindlichkeiten oder Subjektivität als Generator von Bedeutung. Es ist eher das ideologisch, denn persönlich Gefärbte, das an den Texten zutage tritt. Wenn die Texte die Autorität einer gewissen Weltsicht beanspruchen, so geht dies immer mit dem Geltungsanspruch und den Wertvorstellungen einer bestimmten Gesellschaft einher.

Markus Binners Zeigegestus führt vor, was frei nach Wittgenstein der Fall ist. Es geht um Tatsachen und um das, was als solche gilt bzw. in den Medien als solche gehandelt wird. Mit dieser Haltung befindet sich Binner in der Nachfolge eines Marcel Duchamps oder auch des „Faktualisten“ Andy Warhol. Wenn Binner die Aufmerksamkeit seines Publikums auf bestimmte Informationspartikel richtet, so tut er das in derselben Haltung, in der Warhol seine Brillo Boxes präsentierte.

Die Readymades verdanken es Binners Entschlossenheit, dass sie es über eine bestimmte Wahrnehmungsschwelle geschafft haben. Ein kurzer entschiedener Griff in den Informationsfluss, und schon war ihre Sichtbarkeit garantiert. Bei diesem künstlerischen Vorgehen geht es um das richtige Timing, um Schnelligkeit und Zugriff zu rechten Zeit. Der Künstler muss seine Fundstücke noch unter der Oberfläche treibend erkennen. Er muss die Hand dann nach ihnen ausstrecken, wenn sie für Sekunden an die Oberfläche gespült werden oder für einen Moment quer zur Strömung liegen. Hier sind der Instinkt des Jägers und das untrügliche Gespür des Literaten gefordert.

 

Keine Chance werden all jene Readymades haben, die zum Zeitpunkt der Suche des Sammlers noch nicht ready, bereit oder in der entsprechenden textlichen Verfasstheit waren, sich finden zu lassen. Auch für Readymades muss es darum gehen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. 

 

 

Keine Chance für all jene Readymades, die didaktisch daherkommen und mit der Moral ihrer Geschichte argumentieren

Bei Informationspartikeln, die sich selbst kommentieren und die Anleitung zum richtigen Verständnis ihres Inhalts gleich mitliefern, werden die Suchmaschinen von Markus Binner nicht anspringen. Gefragt sind nicht moralisch auf den Punkt gebrachte Geschichten, sondern offene Gebilde, die die kommentarlose Unverfrorenheit des Faktischen suggerieren.

 

Als Ausstellungsobjekte gehören die von Binner beschriebenen Readymades einer Vor-Museums-Ära an. Im bürgerlich-aufklärerischen Museumsverband mit seinem Anspruch auf Weltdeutung würden sie sich als Fremdkörper ausnehmen. Sie sind vielmehr Relikte, Wiedergänger aus der Zeit der Wunderkammer. Ihr Sinn liegt in der Sammlung und gerechtfertigt sind sie durch ihren wunderlichen Inhalt. Als Fundstücke haben sie etwas Monströses, das jeden sinnfälligen Rahmen sprengen würde. Man kann sich diese in den Kunst-Kontext transferierten Missbildungen unserer Medienindustrie wie einen überdimensioniert geratenen Gallenstein oder das Horn eines Fabelwesens vornehmen und Gefallen an deren Irrwitzigkeit finden.  

 

Als Wunderkammer-Objekte bedürfen sie der bedachten und umsichtigen Wartung. In textlicher Nachbarschaft zu Erklärungsmodellen würden diese funkelnden Einzelgänger ihren Glanz einbüßen und zu öden Beweisstücken verkommen. Es gilt daher, die sie umgebende Atmosphäre von didaktischer Kontamination freizuhalten. Keinesfalls darf plötzlich ausbrechender Erklärungsnotstand irgendwelche Alarmsysteme auslösen. Sie sind vor Erklärungsansinnen jeglicher Art zu bewahren und hinter Glas dem Zugriff von Lernwilligen zu entziehen. Durch die richtige Luftfeuchtigkeit soll garantiert werden, dass sich der anarchische Gehalt dieser Readymades nicht unversehens verflüchtigt oder gar unter unkontrolliert wuchernden Sinnzuschreibungen zu zersetzen beginnt.

Sie sind schön und monolithisch und wissen um ihren Staus als Preziosen. Er, der sie gewählt und in seine Sammlung überführt hat, hat sie mit seinen Selektionsmechanismen geadelt und ihr Upgrading nachhaltig herbeigeführt. 

 

 

Keine Chance auch für jene Readymades, die sich gern in Lauftext-Formation zeigen

Readymades, die gerne eingebettet in Textzusammenhängen auftauchen, können leider nicht berücksichtigt werden. Was sich textlich nur in aufgeschlossenen Reihen erschließt, ist in Markus Binners Sammlung fehl am Platz. Dies gilt auch für all jene Readymades, die sich ihres Kontexts beraubt, nackt und isoliert fühlen. Deren Bedürfnis nach Aufgehobensein in einem Textzusammenhang kann leider nicht Rechnung getragen werden. In Markus Binners Arrangements weht der eisige Wind der De-Kontextualisierung, und sein Gestus der Isolierung ist radikal und kompromisslos.

 

Weiters behält sich der Künstler das Recht vor, Abstände der unsystematischen Art zwischen seinen Text-Teilen walten zu lassen. Ein erster Blick auf eine Textseite von Binners „Beschreibungen von Readymades“ zeigt Abstände zwischen den Texten, die wie Auslassungen und Leerstellen wirken. Manchmal befinden sich zwei Textpassagen auf einer Doppelseite, dann wieder sind es fünf. Unvermutet taucht die nächste verbale Einschaltung auf und arbeitet sich an einer unvorhersehbaren Stelle an die Oberfläche der Seite. Mit diesem Aspekt des Unkalkulierbaren verweist Binner auf den Status dieser Textpassagen als Fundstücke, die ihm ja überraschend zugefallen sind. Wie Binner im Gespräch erwähnte, gebe es Tage, da sich potenzielle Readymades geradezu ins Blickfeld drängten, und dann wieder andere Tage, da die Netze leer blieben.

 

Markus Binners Readymades gehen auf Distanz zueinander, wobei manche eben mehr Abstand zu brauchen scheinen als andere. Alle durch Zonen des Schweigens verbundenen Textfragmente scheinen meilenweit voneinander entfernt. Berührungspunkte zwischen ihnen würden das System, das auf Isolierung beruht, unterminieren. Die einzelnen Readymades sollen nicht interagieren und in den Bedeutungsraum des anderen eingreifen. Sie sollen Fremdlinge und Autisten ohne Verbrüderungszwang bleiben. Als aus dem Zusammenhang gerissene Einheiten geht ihnen jeder Wille zu guter textlicher Nachbarschaft ab, und ihren gegenseitigen Tribut zollen sie sich aus der Ferne. In dieser Hinsicht sind Binners Readymades dadaistische Objekte mit einer natürlichen Aversion gegen Bedeutungszusammenhänge. Die wohlberatene Rezipientin gibt jede Arbeit der Zusammenschau auf und genießt die Welt in fragmentierter, unverbundener Form.   

 

Keine Chance für Readymades, die nicht das Zeug zum Destillat haben

Notizen, die verwässert daherkommen oder sich langatmig und ausschweifend geben, werden laut Meinung von Außenstehenden beim Casting um die Aufnahme in die Readymade-Sammlung keine Erfolgschancen eingeräumt. Wie in Peter Handkes Werk „Das Gewicht der Welt“, in dem es um minutiöse Beobachtungen geht, misst auch Markus Binner den Gehalt der Welt mit einer Feinwaage und in Gramm-Einheiten. Bei seinen Readymades handelt es sich um Kondensate, in denen sich etwas verdichtet hat und etwas auf den Punkt gebracht wurde. Von Kochanleitungen kennt man die Technik des Einkochens. Flüssigkeit wird so lange sehr hoher Temperatur ausgesetzt, bis sich in der Pfanne ein Konzentrat dessen bildet, was vorher nur in wenig geschmacksintensiver Form vorhanden war.

Markus Binners Readymades sind Essenzen des Marginalen. In ihnen wird das Beiläufige, das Übersehene, das Nebensächliche in einer Art verdichtet, dass daraus eben jene Kraftbrühe entsteht, die Sumo-Ringer und ihresgleichen für ihre diversen Einsätze stärken. Es ist Kraftnahrung, was Markus Binner seinen Lesern bietet, und wer irrtümlicherweise glaubt, dass hier nur Häppchen verabreicht würden, täuscht sich über die Natur dieses kulinarischen Angebots. Diese Lebens-Genussmittel halten lange vor und beschäftigen die Verdauungsorgane in nachhaltiger Weise. 

 

 

Keinesfalls eine Chance haben jene Readymades, die einen Sinn für das Absurde vermissen lassen

Markus Binners Readymades entwerfen ein Bild der Welt als eines absurden Ortes. In den von ihm beschriebenen Meldungen wird das Widersinnige mit Zahlen untermauert, in Statistiken festgehalten und auf verquere Weise begründet. Um das Absurde als philosophische Kategorie einzuführen, bedient sich Binner eines Kunstgriffs. Seine Readymades berichten von den unzähligen, täglichen Anstrengungen, das Absurde durch Sinnstiftung am Leben zu halten. In diesem Verfahren kommt Absurdität als das Nebenprodukt ausufernder Sinnbildungsaktivitäten in den Blick. Dann sagt Rumsfeld, dass die Gefangenen nicht in Einklang mit der Genfer Konvention behandelt würden, sondern in deren Befolgung. Oder die ansonsten orangen Berliner Mülleimer werden am Holocaust-Mahnmal grau lackiert.

Durch Binners Readymade-Sammlung stellt sich eine Ahnung davon ein, welches Maß an Energie und Kreativität in diese fortwährende Anstrengung fließt, das Absurde zu bemänteln und scheinbar in sein Gegenteil zu verkehren. Binner präsentiert so etwas wie die Spitze des Eisbergs dieser Anstrengungen. Und er tut das keineswegs moralisierend, sondern mit großer Faszination.

Seine Sammlung versetzt einen in ironisch-kritische Distanz zur Welt. Das Lachen, das einen beim Lesen zeitweise überkommt, hat etwas vom großen Lachen der Olympier und verdankt sich einer Totale auf die Welt. Mit seinen weit gestreuten, aber potenziell alles einschließenden Textpartikeln schafft Binner etwas, was normalerweise große epische Werke im Stil von Tolstoi leisten, nämlich eine fast panoramatische Schau auf das Weltgeschehen in all seiner Absurdität zu entwerfen. Ja, so ticken wir. So verlaufen unsere Ordnungsversuche, so sehen unsere Ersatzhandlungen und Idiosynkrasien aus, so unverhältnismäßig sind unsere Mittel im Erreichen von Zielen.

 

Gänzlich chancenlos scheinen alle Langweiler unter den Readymades

Markus Binners Texte entwerfen teils großartige Bilder. So zum Beispiel das Bild jenes jungen Kirgisen mit seinem gelben Stirnband, der vor dem „weißen Haus“ in Bischkek seinen schwarzen Hengst herumreißt und davongaloppiert, in der Hand ein zitronengelbes Fahnentuch schwenkend. Diese Einstellung ist so schön, dass man sie im Loop spielen möchte. Und wieder macht der Hengst auf der Hinterhand kehrt und das Stirnband ist „leuchtend gelb“ und der Kirgise für immer jung. Vorstellbar wäre auch, das Bild auszukosten, indem man es in Zeitlupe ablaufen ließe. Dann würde die Kehrtwendung des schwarzen Hengstes zu einer monumentalen Handlung. Oder man könnte das Ganze rückwärts abspulen. Das „weiße Haus“ würde das schwarze Pferd auf der zu ihm hinführenden Straße ansaugen und der junge Kirgise büßte dabei seine heroische Handlungsfähigkeit ein.

 

PS: Wie eingangs bereits erwähnt, mögen potenzielle Readymades, auf die jene in den Kapitelüberschriften vorgenommenen Charakterisierungen zutreffen, von weiteren Versuchen, auf sich aufmerksam zu machen, absehen. Mit der Bitte um Verständnis – danke.

Monika Schwärzler

 

Bücher

 

Markus Binner – Rote Hefte, Textem Verlag 2011

Neun bordeauxrote Hefte im Schuber. Hefte, die Arbeiten abbilden, beschreiben. Hefte, die selbst künstlerische Arbeiten sind. Und Aufsätze, Essays, Reden, Tischmonologe.

 

Alle Hefte im Schuber: 45 Euro

 

Oder einzeln bestellen unter: versand(at)textem.de

 

Den besten Blick auf die Arbeit hat der Barkeeper Theorie

Markus Binner, Simon Starke: Den besten Blick auf die Arbeit hat der Barkeeper – Zeigen ist Herstellen.

Markus Binner: Großes Schauern, Rede zur eigenen Arbeit für die Eröffnung gleichnamiger Ausstellung in der Kunsthalle Exnergasse, Wien.

Ulrike Oudée Dünkelsbühler: Handys, Armbanduhren, Handling, zweifelhafte Gabe.

Rahel Puffert: Anwendung – sich an etwas wenden.

Monika Schwärzler-Brodesser: Von all jenen Readymades, die es nicht in die Sammlung von Markus Binner geschafft haben und auch keine zweite Chance bekommen werden.

Eva Sturm: Close Looking. Höhung – Senkung und Streuobstwiesen.

44 Seiten, bordeauxroter Druck, horizontales Querformat, 7 €, Textem Verlag 2011, ISBN 978-3-941613-66-9

 

Ukulele

Sammlung für verschiedene Ausstellungssituationen angefertigter Arbeiten: Drucke, Poster, Skulpturen, Zeichnungen. Z. B. eine Änderung der Hausordnung verändert von 1933 an bis heute das städtische Leben – das Stadtbild in Deutschland. Skulpturen aus Schnaps. Der Weg zum Glück. Zusatzblätter. Lochmuseum. Handys stellen Uhren her. Eine Anleitung zum Besuch einer Vernissage. Etc.

32 Seiten, bordeauxroter Druck, horizontales Querformat, 7 €, Textem Verlag 2011, ISBN 978-3-941613-69-0

 

 

listen 

Listen von Fertigbauhäusern, Schiffen, wirksamen Ölen, Häusern auf Malta, Möbeln, passender Kleiderfarben, elektronischer Musikinstrumenten …

32 Seiten, bordeauxroter Druck, horizontales Querformat, 7 €, Textem Verlag 2011, ISBN: 978-3-941613-68-3

 

drinnen und außen: Scherenschnitte, Möbel, Kunst daheim

Scherenschnittartige Umrisszeichnungen von Gebäuden, die in ihrer Flächigkeit vom Baukörper, dem Grundriss, vom Volumen absehen, porträtieren Architektur, diese dabei zur Bildherstellung nutzend. Gebäude von Atelier Bow-Wow, Vito Acconci, Steven Holl, Max Bill, Friedrich Hitzig, Diener & Diener, Helmut Federle, Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte in der Silhouette.

Gebrauchsmöbel und möbelige Skulpturen aus drei Jahrzehnten für Privat- und Ausstellungsräume: Tische, Bänke, Betten, Regale, Konsolen …

Kunst daheim: eine Serie von Arbeiten für zu Hause: Häkelapplikationen zu Stühlen und Tischen, erweiterte Espressomaschinen …

44 Seiten, bordeauxroter Einband, vierfarbiger Druck, horizontales Querformat, 7 €, Textem Verlag 2011, ISBN 978-3-941613-67-6

 

Bereits erschienen:

Kohlparfait

Die Speisekarte als Form der Kunst, in Rezepten aufgeführt. Wie die Speisekarte eines Menus in der Gastronomie eine Abfolge von Gerichten ankündigt, so bringen die Speisekarten Markus Binners Gespräche in Gang, schlagen Begriffe vor, beleuchten die Situation am Teller neu.

Jede Karte besteht aus einer Folge kurzer Arbeiten aus Sprache. Die erste mit Bezug auf Essen, Kochen, Nahrungsmittel. Die zweite zum Begriffsfeld Fortschritt, Innovation, dem Neuen. Die dritte zum Wein.

Der Wiener Haubenkoch Roman Steger kocht zu jeder Karte ein Menu, zu jedem Text ein Gericht. Er interpretiert kulinarisch, aus seiner Küche heraus, je spezifisch. Er komponiert, kondensiert, reduziert.

Ein dialogisches Vorgehen als Vorlage zum Gespräch am Tisch.

Der vorliegende Band enthält alle Speisekarten, alle Rezepte. Und einen „Tischmonolog“ betitelten Essay zum Projekt von Martin Sturm (Direktor Ok-Linz)

44 Seiten, bordeauxroter Druck, horizontales Querformat, 7 Euro, Textem Verlag 2010, ISBN: 978-3-941613-32-4

 

Dark Horse

Geschriebene Kommentare zu den eigenen Arbeiten als Arbeiten selbst. Dark Horse, ein Begriff aus dem Pferderennsport bezeichnet experimentelles Wetten. Arbeits- und Vermittlungsansätze, Missverständnisse, Zeigefragen, Materialien, Beschreibungsformen, Ausgangslagen, Verfahren, Begriffe kommen vor.

28 Seiten, bordeauxroter Druck, horizontales Querformat, 5 Euro, Textem Verlag 2007, ISBN 978-3-938801-36-9

 

Dark Horse (II)

Das zweite Heft aus der Dark-Horse-Serie – noch mehr Kommentare als selber was – diesmal von anderer Perspektive aus: vom ich zum Du.

16 Seiten, bordeauxroter Druck, horizontales Querformat, 7 Euro, Textem Verlag 2010, ISBN: 978-3-938801-71-0

 

silent pieces & houses around houses

Zwei in Mailinglisten angefertigte Arbeiten aus Sprache: durch die Frage nach stillen Musikstücken bzw. nach Häusern, die über Häuser gebaut wurden in Gang gebrachte Reaktionen aus internationalen Mailinglisten zur Musik, zur Architektur. Es wird Auskunft gegeben, gesammelt, sich auf den Arm genommen, diskutiert, komponiert, gebaut …

36 Seiten, bordeauxroter Druck, horizontales Querformat, 5 Euro, Textem Verlag 2007, ISBN 978-3-938801-35-2

 

Beschreibungen von Readymades

Arbeiten von anderen als Texte z.B. der Diebstahl des gepanzerten Mercedes Benz des vormaligen Daimler-Chysler-Konzernchefs Jürgen Schremp. Wie kommt es zur ersten schwarzafrikanischen Miss World. Joschka Fischer lässt Terakottafliesen im ersten NS-Repräsentationsbau verlegen. Porscheaktionärsversammlungen. Kindersoldaten. Sloterdijk. Strümpfe. Attentatsklauseln. Holocaustmahnmale. Banküberfälle. Und alles echt passiert.

24 Seiten, bordeauxroter Druck, horizontales Querformat, 5 Euro, Textem Verlag 2007, ISBN 978-3-938801-34-5

 

 

 

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