Künstler / Autor

 

Jochen Weber (geb. 1980), Künstler, lebt in Hamburg

 

Vanessa Joan Müller (geb. 1968), Kuratorin und Leiterin des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, lebt in Köln

 

Inhalt

 

„Unter produktionstechnischen Aspekten ist diese fast zögerliche, das Ergebnis immer wieder revidierende Bauweise offenkundig unökonomisch. Der Zeitfaktor verbessert auch nicht die Qualität des Stuhls. Der Vergleich mit der Herangehensweise eines Produktdesigners ist deshalb falsch. Jochen Weber nähert sich einer überaus klassisch erscheinenden Entwurfstätigkeit mit einer dezidiert künstlerischen, komponierenden Haltung, die aus bereits getroffenen Entscheidungen Kriterien für weitere Entscheidungen generiert. Jeder Stuhl resultiert aus selbst auferlegten Restriktionen, die ihrerseits ein gestalterisches Rahmenwerk bilden, ohne zur Verdinglichung abstrakter Ideen zu werden. Jedes Objekt ist vielmehr ein Vorschlag, eine Proposition, die Möglichkeiten auslotet, ohne eine allgemeingültige Gestalt anzustreben. Die Benutzbarkeit ist deshalb nicht die interessanteste Frage, handelt es sich bei den Stühlen doch eher um Gebilde als um Möbel, dreidimensional realisierte Vorstellungen alltäglich vertrauter Gegenstände. Eigentlich geht es, dem latent konservativen Aussehen der Stühle zum Trotz, stets um eine Form, die etwas Neues darstellt jenseits referenzieller Bezüge zu Bestehendem.“ (Ausschnitt aus dem Text von Vanessa Joan Müller)

 

 

„In terms of production technology, this almost hesitant construction technique, itself subject to constant revision, is self-evidently uneconomic-al. Nor does the time factor improve the quality of the chair. Jochen Weber approaches a redolently classical design activity by means of a decidedly artistic, compositional approach, which generates criteria for further decision-making out of the decisions that have already been made. Each chair results from the self-imposed restrictions, which, for their part form a design framework, a proposition that investigates possibilities without necessarily steering towards a finished design. The utility aspect is therefore not the salient question, inasmuch as the chairs are more to do with forms than pieces of furniture – three-dimensional conceptual realisations of familiar, everyday objects. Actually, in spite of the latently conservative appearance of the chairs, form is always paramount, which in turn represents something new beyond references to existing objects.“ (Excerpt from the text by Vanessa Joan Müller)

 

Buch

 

Jochen Weber:

4 Skulpturen / 4 Sculptures

1 Text / 1 Text

 

Ein Künstlerbuch mit einem Text von Vanessa Joan Müller in deutscher und englischer Sprache

210 x 297 mm, 22 Seiten, Ringösen-Rückstichheftung inklusive 9-seitigem Leporello

Erschienen anlässlich der Ausstellung von Jochen Weber im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, 7. – 21. Juni 2011

www.kunstverein-duesseldorf.de

 

Auflage: 600

Preis: 8,00 Euro

ISBN: 978-3-941613-70-6

Textem Verlag 2011

 

gefördert von der Kunststiftung NRW

© 2011 Jochen Weber und die Autorin

 

 

 

 

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