Titel

Band 23, ISBN 978-3-86485-096-7
Band 22, ISBN 978-3-86485-095-0
Band 21, ISBN 978-3-86485-094-3
Band 20, ISBN 978-3-86485-093-6
Band 19, ISBN 978-3-86485-092-9
Band 18, ISBN 978-3-941613-54-6
Band 17, ISBN 978-3-941613-52-2
Band 16, ISBN 978-3-941613-53-9
Band 14, ISBN 978-3-941613-51-5
Band 13, ISBN 978-3-941613-50-8
Band 11, ISBN 978-3-941613-49-2

Architektur-Theorie-Reihe der HCU

 

Von 2001 bis 2010 konnten wir eine große Zahl renommierter Wissenschaftler zu Vorträgen erst in die Hochschule für bildende Künste und dann an die HafenCity Universität nach Hamburg einladen, um uns mit ihnen im Rahmen einer hochschulöffentlichen Veranstaltungsreihe auf eine gemeinsame Suche nach einer Theorie der Architektur zu begeben. Nicht die anschließenden Debatten, wohl aber einige der Vorträge, die diese auslösten, konnten wir schon vor einiger Zeit in dieser kleinen Schriftenreihe einem breiteren Publikum zugänglich machen. Dass die letzte Gruppe von Vortragsbändchen erst jetzt mit so großer Verspätung erscheinen kann, war vor allem dem personellen Wandel der Veranstaltergruppe geschuldet, der Berufung von Elke Sohn erst nach Saarbrücken und dann nach Stuttgart und dem Ende der Lehrtätigkeit von Hartmut Frank an der HCU.

 

Wir wussten schon vor Beginn der Veranstaltungsreihe, dass wir auf unserer Suche keine umfassende Theorie der Architektur finden würden, mit der sich die Grundfragen der Architektur nach dem Mysterium des Entwerfens einerseits und nach der gesellschaftlichen Rolle der Disziplin anderseits würden schlüssig und verbindlich beantworten lassen. Was wir statt dessen gefunden haben und mit jedem Gast in einer neuen und veränderten Perspektive diskutieren konnten, war eine Vielzahl unterschiedlicher Reflexionen, die in all ihrer Heterogenität insgesamt einen Anspruch auf theoretische Erörterungen jeweiliger Hintergrundfragen von Architektur und Städtebau durchaus einlösten, obwohl sie sich zu keiner einheitlichen und verbindlichen Theorie oder gar Doktrin zusammen fassen ließen. Diese unterschiedlichen Ansätze machten uns vor allem zweierlei deutlich, dass sie zum einen Wesentliches zum intellektuellen Wissensschatzes der Architektur und des Städtebaus beitragen, ja diese auf gewisse Weise als eigenständige Disziplin überhaupt erst konstituieren, zum anderen aber zugleich aufgrund ihres rationalen Charakters und ihrer Untersuchungsmethoden, die zum Teil ursprünglich für andere Disziplinen entwickelt worden waren, nie direkt operationell für eine Entwurfspraxis werden können, die sich notwendigerweise wissenschaftlicher Logik in weiten Teilen gerade wegen ihres individuellen kreativen Charakters entziehen muss.

 

Es zeigte sich im Verlauf der Veranstaltungsreihe, dass gerade die Heterogenität der unterschiedlichen reflexiven und analytischen Annäherungen an Fragen der Architektur nicht unerheblich zu deren intellektueller Breite und Tiefe beiträgt. Sie nimmt ihnen jedweden Ausschließlichkeitsanspruch und erlaubt ihnen zugleich unterschiedlichste methodische Ansätze, die von logisch geschlossenen Analysen bis zu poetisch freien Beschreibungen reichen können. In ihrer Gesamtheit formen sie weder eine Theorie der Architektur noch sind sie der Ausgangspunkt für eine Wissenschaft von der Architektur, sondern sie belassen diese Disziplin in ihrem Schwebezustand zwischen künstlerischer Freiheit und wissenschaftlicher Gebundenheit an Logik und Kontrollierbarkeit. Die Theorien zur Architektur sind nicht identisch mit der architektonischen Praxis, scheinen sich oft sogar regelrecht im Widerspruch zu dieser zu befinden, dennoch sind beide Sphären untrennbar miteinander verbunden und existieren auf höherem Niveau nur in ihrer Wechselbeziehung zueinander. Die Theorien beziehen ihre Themenfelder aus der historischen und aktuellen Praxis, die sich permanent wandelt, und diese Praxis wird von ihnen bewegt, weil sie nur in den Kategorien ihrer Theorien gedacht werden kann.

 

„Wir bleiben auf der Suche.“ hatte Elke Sohn anlässlich der von ihr betreuten ersten Serie dieser Schriftenreihe im Jahre 2003 hintersinnig auf die Frage geantwortet, wann denn ein erfolgreiches Ende unserer Suche abzusehen sei. 14 Jahre später zur letzten Serie der gleichen Reihe, jetzt von Katrin Peter-Bösenberg betreut, bleibt uns nichts als die Wiederholung dieses Satzes, der den Sinn jedweder Forschung auf einen so einfachen Nenner gebracht hatte.

 

 

 

Ältere Bände im Material Verlag: material-verlag.hfbk-hamburg.de/katalog/reihe/auf-der-suche-nach-einer-theorie-der-architektur

 

Bd. 1: Bruno Reichlin „Von der Schwierigkeit des Kritikers seinen Standpunkt zu finden“, 2005

   

Bd. 2: Gerrit Confurius „Vom Nutzen der Phänomenologie für die Architekturtheorie“, 2003

 

Bd. 3: Ullrich Schwarz „Romantik und Architektur“, 2004

 

Bd. 4: Georges Teyssot „Prosthetic Architecture: An Environment for the Techno-Body“, 2004

 

Bd. 5: Richard Ingersoll „The Critical Picturesque“, 2004

 

Bd. 6: Alessandra Ponte „Desert Testing“, 2003

 

Bd. 7: Alberto Pérez-Gómez „Architecture and Ethics beyond Globalization”, 2003

 

Bd. 8: Eduard Führ „Denken im Bestand: Zur praxis der Architekturtheorie“, 2004

 

Bd. 9: Jean-Louis Cohen „Fragen an das Architekturmuseum: Ein Pariser Experiment“, 2004

 

Bd. 10: Vittorio Magnago Lampugnani „Die Stadt der toleranten Normalität”, 2004

 

Bd. 12: Indra McEwen „Vitruvius, or the Hidden Menace of Theory”, 2004

  

Bd. 15: Juhani Pallasmaa „Touching the world”, 2005

Verlag

 

HafenCity Universität Hamburg

Textem Verlag Hamburg, 2017

mit Mitteln der Sutor-Stiftung

Vortragsreihe: Hartmut Frank, Elke Sohn (2001-2006)

und Katrin Peter-Bösenberg

herausgegeben von Hartmut Frank und Katrin Peter-Bösenberg.

Lektorat: Textbureau Strauß, Stuttgart

Layout-Konzept: Martin Luce

 

 

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