Künstler

Geelke Gaycken studierte Philosophie und Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Seit dem Diplom im Jahr 2002 ist sie sowohl als Bühnenbildnerin als auch als freie Künstlerin tätig. 2003 erhielt sie den Villa Romana Preis, 2004 ein DAAD Stipendium nach Brasilien und China, 2007 Hamburg Stipendium. Ausstellungen in Hamburg, Florenz, Schweiz, London, Braunschweig, Boston. Bühnenbilder unter anderem in Hamburg, Berlin, Aachen, Karlsruhe, Bremen und Oldenburg.

 

Sonja Vordermaier studierte bis 2002 Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Seitdem zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Zuletzt Galerie Lena Brüning, Berlin, »Formed Absence of Light« (2008) und Städtische Galerie Nordhorn »Ad Absurdum«.

Preise und Stipendien: 2008 Joshua Tree Highlands Artist Residency, CA, USA, 2007 Werkstattpreis Kunststiftung Erich Hauser; 2006 MAK-Schindler Stipendium, Los Angeles; Esslinger Bahnwärter Stipendium; Hector Kunstpreis, Kunsthalle Mannheim, 2005 Hamburg Stipendium, 2004 Atelierstipendium der AZB, Zürich.

 

Inhalt

Die Revue # 5 erscheint zur Ausstellung »Reihe:Ordnung sagt – Macht« mit Geelke Gaycken und Sonja Vordermaier. Ein Hochglanz-Heftchen mit einer Sammlung frei assoziierter „Archivbilder“ zum Thema, Ausstellungsansichten und Textbeiträgen von Nora Sdun, Britta Peters und Tim Voss.

 

Der Zugriff von Geelke Gaycken und Sonja Vordermaier, auf das durch den Kunstverein vorgegebene Thema Macht, fokussiert, wie das englischen Wort Power, energetische Zustände von Kräfteverhältnissen. Und zwar nicht nur auf der Ebene des materiell Sichtbaren, sondern auf allen erdenklichen Ebenen, zu allererst vielleicht in den Modalitäten der gemeinsamen Produktion. Beide Künstlerinnen arbeiten an eigenen Fragestellungen. Im Rahmen der Ausstellung »L’Etat Rochade« in der Kunsthalle Arbon, Schweiz, haben sie im vergangenen Jahr erstmalig eine Zusammenarbeit erprobt. Grundlage dafür war ein gemeinsam entwickeltes modulares System, aus dem im Prozess des Aufbauens eine komplexe, raumbezogene Installation aus unterschiedlichen Größen, Strukturen und Mikrokosmen wuchs. Auch die Ausstellung im Kunstverein Harburger Bahnhof basiert auf einem Modell, für das sie sich zunächst auf drei Grundelemente geeinigt haben: eine dynamische Skulptur (»Powerplant«), disparate Flöße (»Legebatterie«) und eine Begrenzung des Raumes (»Kraftfeld«). Alles Weitere ist das Resultat einer Auseinandersetzung vor Ort, für die es keine festen Regeln gibt.

 

Die Ausstellung besticht durch die Lust am Material. Sie definiert Macht, vergleichbar mit dem »Konzept des Dispositivs« bei Michel Foucault, als ein dynamisches Bezugssystem innerhalb eines weitverzweigten und unregelmäßigen Geflechts aus unterschiedlichen Strukturen, Formen, Inhalten, Leerstellen, Stofflichkeiten und Wahrnehmungen.

 

Kunstverein Harburger Bahnhof - www.kvhbf.de

 

Buch

 

Geelke Gaycken, Sonja Vordermaier: "Revue #5 - Reihe: Ordnung sagt MACHT"

24 Seiten, DIN A5, vierfarbig, Autoren: Nora Sdun, Tim Voss und Britta Peters, Hg. Kunstverein Harburger Bahnhof, 2008

5 €

ISBN 978-3-938801-60-4

 

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